Die Ernährungs-Docs – Diabetes

9. Juni 2017 InsulinJunkie

Passend zu meiner Detox-Woche wurde ich gefragt, ob ich nicht einmal eine Rezension über das Buch „Die Ernährungs-Docs – Diabetes“ schreiben möchte. Da es sowieso gut passt, habe ich mich entschlossen, die Challenge anzunehmen

Das Buch besteht im Wesentlichen aus drei Blöcken: Basiswissen, Ernährung und dann der deutlich größte Teil: die Rezepte.

Im Basiswissen dreht es sich erst einmal um die Ursachen, Diagnose und Wirkweise von Insulin und es wird mit einigen Mythen aufgeräumt – beispielsweise mit all diesen tollen Geschichten und Sprüchen wie: „So schlimm ist Diabetes“ oder auch „Mit Diabetes kann man keinen Sport machen“. Obwohl das Buch hauptsächlich auf Typ-2-Diabetes abgestimmt ist (zumindest der Basiswissen-Teil), wird auch immer wieder speziell auf Unterschiede zu Typ-1-Diabetes eingegangen. Dass man z.B. das Insulin unter Umständen wieder absetzen kann, wenn man genug Sport macht, ist hier ganz klar mit einem Hinweis versehen, dass dieses nicht für Typ 1er zutrifft, da diese ja immer auf externes Insulin angewiesen sind.

Im Ernährungsteil wird auf die Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett) eingegangen. Dazu kommen noch Infos zu Zuckeraustauschstoffen (Süßstoffe) und dazu, was man am besten trinken soll.

Aus meiner Sicht ist das Ganze nicht nur auf Diabetes bezogen, sondern die Tipps gelten für jeden. Deswegen gibt es ja keine separaten Ernährungsrichtlinien mehr für Diabetes. Gesund ist immer besser.

Als letztes folgt der weitaus größte Teil des Buches. Diesen machen die 70 Rezepte aus, die nach allen Lebenslagen aufgeteilt sind: Frühstück, kleine Gerichte, Hauptgerichte und Süßes. Dazu kommen als Specials Blitzgerichte für unterwegs und abends.

Die Rezepte im Buch sind mit tollen Fotos garniert und kleine Icons an den Rezepten geben einen schnellen Überblick, z.B. ob die Rezepte vegetarisch sind.

Leider, so finde ich, kommen die vegetarischen / veganen Gerichte in diesem Buch zu kurz. Dürfte allerdings auch daran liegen, dass ich nicht die 100%ige Zielgruppe für das Buch bin.
Und ja, natürlich weiß ich, dass man Kohlenhydrate leichter durch Fleisch als Gemüse ersetzen kann. Aber trotzdem, denke ich, sollte sich gerade auch die Zielgruppe des Buches vielleicht mehr mit vegetarischer Ernährung auseinandersetzen.

Alles in allem finde ich das Buch gelungen. Der wissenschaftliche erste Teil geht auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Diabetes-Typen ein. Der Ernährungsteil klärt für ein Nicht-Fachbuch gut über die Nährstoffe und Funktionen auf. Und die Rezepte hören sich toll an und sehen auch wirklich super aus – auch wenn ich eigentlich nicht die Zielgruppe der Gerichte bin.

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