Das neue Contour Next One

27. September 2016 InsulinJunkie

Contour Next One

Ascensia Diabetes Care (falls wem der Name nichts sagen sollte, es ist die umfirmierte Diabetes-Sparte von Bayer) führt das neue Contour Next One in Europa ein (in Polen & der Schweiz ist es bereits verfügbar). Aus meiner Sicht die Weiterentwicklung der bestehen USB Next Generation. Rein äußerlich fällt vor allem das etwas hübschere Design auf. Außerdem ist USB Schnittstelle weggefallen, diese wurde aber durch eine Bluetooth Schnittstelle ersetzt. Das Messgerät setzt weiterhin auf die Contour Next Teststreifen. Allerdings wohl mit einem verbesserten Algorithmus und damit einhergehend einer noch höheren Genauigkeit der Werte. Um die aktuelle ISO-Norm zu erfüllen, darf die Abweichung nicht mehr als 15% betragen. Das neue Testgerät schafft sowohl unter kontrollierten Bedingungen als auch in Patienten-Tests eine Abweichung von weniger als 9%. Und noch etwas wurde verbessert: Falls beim ersten Mal nicht genug Blut aufgetragen wurde, bleibt zum „Nachfüllen“ statt der bisherigen 20 Sekunden nun bis zu einer Minute Zeit.

Nun aber zum Herzstück des Ganzen:

contour_next_one_appDie App, mit der das Messgerät kommuniziert. Die App erinnert stark an mySugr, die genau in die selbe Kerbe schlägt, aber herstellerunabhängig ist.

Sobald man mit seinem Messgerät gemessen hat, synchronisiert es automatisch mit der App auf dem iDevice oder Android-Handy. Falls das Handy mal nicht in der Nähe sein sollte, speichert das Messgerät bis zu 800 Werte.

Die App selbst bietet noch ein bisschen mehr Mehrwert als die reine Auswertung. So kann man darin unter anderem ein Foto vom Essen samt Text-Notiz, körperliche Aktivität, Insulin-Dosis und Medikamenten-Einnahme speichern. Außerdem kann man in der App noch Erinnerungen für Arzt-Termine & Medikamenten-Einnahme festlegen. Zusätzlich bietet sie auch einen Bereich, in dem man seinen HbA1c eintragen kann, um so diesen auch an einer Stelle im Überblick zu haben.

Die Daten werden vom Mobiltelefon in die Ascencia-Cloud synchronisiert. Das Ganze hat den Vorteil, dass man verschiedene Telefone mit verschiedenen Messgeräten (z.B. eines zu Hause mit dem privaten und eines auf der Arbeit mit einem anderen Handy) verwenden kann, die Daten aber alle in den selben Account geladen und so auf alle Geräte zurück synchronisiert werden.

Aus meiner Sicht ist dieses Messgerät der nächste „logische“ Schritt in der Entwicklung. Angefangen bei reinen Messgeräten, über die mit USB Schnittstelle hin zu den jetzigen Geräten, die direkt über das Mobiltelefon synchronisieren. Schade, aber verständlich an der Stelle: dass sie nicht gleich in dem Rutsch das Next Link und das 2.4er mit aktualisiert haben. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das schon in der Pipeline ist und vielleicht mit der 670G (2017?!) auf den Markt kommt. Dieses würde die Pumpen-Therapie natürlich auch mit auf eine neues Level heben.

Foto: Ascensia Diabetes Care (Contour® Next Systeme)


Vielen Dank an Ascensia für die Einladung zu dem exklusiven Event nach München, wo das Gerät vorgestellt wurde!

4 Gedanken zu “Das neue Contour Next One

  1. Gravatar: Susanne WirtzSusanne Wirtz

    Hallo
    Habe mal eine frage bei mir synchronisiert es sich nicht von alleine meine Werte sind letzter Eintrag Sonntag Abend heute ist Dienstag.vielleicht kann mir ja jemand einen tipp geben in app verwalten ist alles an.gruss susanne

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    1. Gravatar: Hans HelbachHans Helbach

      Ich habe vor einigen Tagen das Contour Next One von Ascensia Diabetes Care zu Testzwecken erhalten. Bisher benutzte ich ein Contour Next XT. An dem neuen Contour Next One begeisterte mich die Möglichkeit, die Blutzuckerwerte mittels Bluetooth-Übertragung auszulesen und in einer App zu speichern.
      Als Windows 10 und Windows Phone- und -Tablet-Nutzer ärgerte es mich schon einmal, dass es keine App für Windows 10-Plattformen gibt. Das nächste Problem war die App auf einem Android Smartphone zu installieren. Bei einem Samsung S4mini nicht mehr möglich, da Android-Version zu alt. Mindestens 5 erforderlich. Also nächster Versuch auf einem Medion Tablet. Auch nicht möglich, angeblich weil Gerät nicht mit der App kompatibel. Mittels eines App-Installers ging es aber.
      Ein neues Smartphone gekauft (Android 6) und die App installiert. Ging auch einwandfrei. Aber die Daten ließen sich nicht auslesen, bis ich rein zufällig auf dem Gerät den Standort freigab. Dann ging auch die Datenerfassung einwandrei.
      Am Abend habe ich dann das Tablet benutzt, um die Altdaten aus meinem Blutzuckertagebuch händisch zu erfassen. Ging auch einwandfrei.
      Als ich am nächsten Tag das Smartphone wieder nutzte, waren zwar bereits die neuen Messdaten erfasst, obwohl die Geräte einige Meter durch Wände getrennt lagen. Aber die mittels Tablet erfassten Daten waren und werden nicht synchronisiert, obwohl ab und zu die Meldung erscheint, dass die Daten mit der Cloud synchronisiert werden. Möglicherweise werden für jedes Android-Gerät einige Datenbanken angelegt oder der Server führt die Daten nicht zusammen.
      Also ist die Aussage, dass man mit verschiedenen Geräten die Daten erfassen kann, noch nicht ganz richtig. An der App muss noch einiges getan werden, sonst bietet das Gerät keinen Vorteil und ich greife wieder zu meinem Contour Next XT.

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  2. Gravatar: Willy ChristensenWilly Christensen

    das Gerät ist handlich, unkompliziert zu bedienen.
    Es verfügt auch über eine USB-Schnittstelle , aber leider können die Daten nicht an das Programm Sidiary übertragen werden – obwohl dies bei allen mir bekannten anderen Geräten von Ascensia möglich war.
    Schade – es wäre sonst das Gerät meiner Wahl gewesen.

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  3. Gravatar: Carsten BöhmCarsten Böhm

    Bisher komme ich mit dem Contour Next One sehr gut zurecht. Ab und an hakt die VBlueTooth-Übertragung, aber mittel Synchronisierung des Handys mit dem BZ-Gerät ist das kein Problem. Ich finde es gut, die Werte auf einem Blick auf dem Handy zu haben. Zur Info: Handy S7 Edge mit Android 7.0.

    Was mich allerdings aufregt ist die Tatsache, dass mir die APP mit ihrer Datenübertragung in die Cloud innerhalb von 3 Tage einen Traffic von über 800 MB verbraucht hat, obwohl ich sehr häufig in bekannten WLAN-Netzen unterwegs war. Da ich bisher keine große Flat benötigt habe und es auch nicht einsehe, für diese APP den Traffic zu erhöhen, bin ich mal gespannt, wie sich Ascensia dazu äußert. Mit denen bin ich im Moment im Dauer-Mail-Kontakt. Bisher konnte man mir keine Erklärung dazu geben.

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